Die drei Zahlen einer Kampfbilanz sind etwas anderes als die Punkte auf einer Scorecard. Eine Bilanz zählt Karriereergebnisse. Eine Scorecard dokumentiert, wie ein einzelner Punktrichter die Runden eines Kampfes bewertet hat.
Wie entsteht eine Wertung von 29–28?
Im Zehn-Punkte-System erhält der Rundensieger normalerweise zehn Punkte, der Gegner neun oder weniger. Beispiel ohne Punktabzüge: Kämpfer A gewinnt die ersten beiden Runden jeweils 10–9 und verliert die dritte 9–10. Auf dieser Scorecard steht am Ende 29–28 für A.
| Runde | A | B |
|---|---|---|
| 1 | 10 | 9 |
| 2 | 10 | 9 |
| 3 | 9 | 10 |
| Summe | 29 | 28 |
Einstimmig heißt nicht: jede Runde gewonnen
Bei einer einstimmigen Entscheidung sehen alle drei Punktrichter denselben Sieger. Bei einer geteilten Entscheidung entscheiden sich zwei für einen Kämpfer und einer für den anderen. Die einzelnen Rundensummen müssen dabei nicht identisch sein.
Was wird bewertet?
Die ABC stellt Kriterien für die Wirksamkeit der Kampfaktionen bereit. Reine Trefferzahlen oder die Zeit in einer Position erklären eine Wertung daher nicht vollständig. Maßgeblich sind die beim jeweiligen Event geltenden Regeln und die offiziellen Scorecards.
So liest du ein Ergebnis bei uns
Auf vergangenen Kampfkarten bleibt das Ergebnis zunächst verdeckt. Nach dem Aufdecken zeigen wir nur die Angaben, die unsere Quelle tatsächlich enthält. „Decision“ ohne weiteren Zusatz ist kein Beleg für eine einstimmige Entscheidung; eine fehlende Scorecard wird nicht aus dem Sieger errechnet.
Ein knapper Punktentscheid erklärt auch nicht automatisch den nächsten Kampf. Für einen Vergleich solltest du zunächst die verfügbaren Profilwerte ansehen und prüfen, ob beide Athleten in derselben Gewichtsklasse geführt werden.
Regelgrundlage: ABC: MMA Scoring Criteria Clarification (Juli 2025) ↗. Die ABC-Regelübersicht ↗ verlinkt aktuelle Fassungen. Eine veröffentlichte Änderung ist nicht automatisch schon bei jedem Event in Kraft.